WELTWASSERTAG

Mondsee, 22.03.2005

Beginn der Internationalen Aktionsdekade.
„Wasser – Quelle des Lebens“

Wohin man sieht – nichts als Wasser. Wasser gibt es scheinbar in unerschöpflicher Fülle auf unserem Planeten. Das Gesamtwasservorkommen der Erde wird auf 1,4 Milliarden Kubikkilometer geschätzt. Davon entfallen rund 96,5% auf die Weltmeeren, 1,7% auf die Polareiskappen und Gletscher, weitere 1,7% sind Grundwasser, Seen und Flüsse, der Rest befindet sich in Form von Wasserdampf in der Erdatmosphäre.

Die Realität sieht leider anders aus:

  Wasser ist ein knappes Gut

  • 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
  • 5 Millionen Menschen sterben jedes Jahr durch schmutziges Trinkwasser 
  • Jeder zweite Einwohner in Entwicklungsländern leidet an wasserbedingten Krankheiten.

Wasserverbrauch steigt weltweit rasant

Weltweit wird etwa 70 Prozent des von Menschen genutzten Wassers in der Landwirtschaft eingesetzt, die Industrie nutzt 20 Prozent, die Haushalte verbrauchen 10 Prozent. Diese Werte schwanken aber regional stark, manche Länder nutzen bis zu 90 Prozent des Wassers für landwirtschaftliche Zwecke. Dazu kommt die Problematik, dass weltweit nur etwa 5 % allen Abwassers einem Reinigungsprozess unterzogen werden.

Global hat sich der menschliche Wasserverbrauch in der jüngeren Vergangenheit dramatisch erhöht.
Beunruhigend ist die Prognose, dass sich der menschliche Wasserverbrauch in den nächsten 30 Jahren noch einmal verdreifachen könnte. Dann wird mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern leben, in denen chronische Wasserknappheit herrscht. Schon heute leiden mehr als 50 Staaten unter großer Wasserknappheit.

Die Bereitstellung von Wasser in ausreichender Quantität und Qualität ist vermutlich die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Wasser wird schon bald die Energiequelle Öl in der Wertigkeit ablösen.

WATER FOR LIFE - UN ruft Jahrzehnt des Wassers aus

Um weltweit auf die Dringlichkeit des Schutzes der Trinkwasservorräte, den verantwortungsvollen Umgang mit den Wasser-Ressourcen, die Verteilungsproblematik und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wasserwirtschaft hinzuweisen, hat die UN-Generalversammlung auf ihrer 58. Sitzung das nun beginnende Jahrzehnt von 2005 bis 2015 zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser – Quelle des Lebens“ ausgerufen.

Ziel dieser Aktionsdekade, die HEUTE offiziell zum WELTWASSERTAG startet, ist es, „wasserbezogene Fragen auf allen Ebenen sowie die Umsetzung wasserbezogener Programme und Projekte stärker ins Blickfeld zu rücken“. Damit soll die Bedeutung der Ressource Wasser verstärkt auf die öffentliche und politische Tagesordnung gestellt werden. Einen besonderen Schwerpunkt sieht die UN dabei in der Mitwirkung von Frauen an den Entwicklungsbemühungen, da ihnen eine große Verantwortung für die Wasserversorgung zukommt.

Bereits im März 2003, anlässlich des „Internationalen Jahr des Wassers“, veröffentlichte eine Initiative von 23 Organisationen der Vereinten Nationen im März 2003 erstmals den Welt-Wasser-Entwicklungsbericht. Unter dem Titel „Wasser für Menschen, Wasser für Leben“, werden im Zusammenhang mit Wasser insgesamt 11 große Herausforderungen für die Menschheit genannt. Dazu zählen folgende Bereiche:

  • Die ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die hygienisch einwandfreie Entsorgung der Abwässer sind Bedingung für den Erhalt der menschlichen Gesundheit. Rund 80 Prozent aller Krankheiten in den Entwicklungsländern sind auf mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser zurückzuführen!
     
  • Wasser ist Grundlage der Nahrungsmittelversorgung einer weiter zunehmenden Weltbevölkerung. Bei prognostizierten 8 Milliarden Menschen im Jahr 2025 muss die Landwirtschaft den Ertrag kontinuierlich steigern, um in den Entwicklungsländern die Ernährung zu sichern.
     
  • Sorge bereitet zunehmend auch die Qualität des Wassers, welche sowohl für Industrie als auch für Entwicklungsländer zu einem der dringendsten Probleme geworden ist. Die Quellen weisen stellenweise extreme Belastungen mit Schadstoffen vielfältigster Art auf. Eine der Ursachen ist die weltweit zunehmende Verstädterung.
     
  • Ein ausreichendes Wasserangebot ist zudem Voraussetzung für viele Bereiche industrieller
    Produktion und damit für das wirtschaftliche Wachstum eines Landes.
     
  • Im industriellen und gewerblichen Bereich kann vielfach das Brauchwasser in geschlossene
    Kreisläufe zurückgeführt und wieder verwendet werden („Wasser-Recycling”).
    Vor allem den Entwicklungsländern müssen beim Aufbau neuer Infrastrukturen im
    industriellen Bereich entsprechende Wasseraufbereitungstechniken zugänglich sein.

Wasser – Herausforderung für die Menschheit,
unternehmerische Aufgabe für die BWT

"Kein Wasser - Keine Zukunft"
Mit diesen vier Worten hat UN-Generalsekretär Kofi Annan den Kampf um das Wasser für alle auf eine kurze einprägsame Formel gebracht.

Das Wissen um diese begrenzte Verfügbarkeit und die rapide Erhöhung der Weltbevölkerung sind maßgeblich verantwortlich für das steigende Bewusstsein um den unersetzbaren Wert des Wassers.

Die Best Water Technology-Unternehmensgruppe ist sich ihrer hohen Verantwortung bewusst und leistet mit ihren ökologisch und ökonomisch optimierten Produkten und Technologien einen wichtigen Beitrag für einen Ressourcen schonenden und nachhaltigen Umgang mit dem Lebensmittel und Produktionsmittel „Wasser“.

Die BWT-Gruppe ist mit ihren 68 Konzerngesellschaften und rund 2.800 Mitarbeitern heute das marktführende europäische Wassertechnologieunternehmen.

BWT übernimmt die Verantwortung für den gesamten Wasserkreislauf – „von der Quelle bis zum Sickerwasser“ – und bietet mit den beiden Geschäftsbereichen Aqua Ecolife Technologies und Aqua Systems Technologies Produkte und kundenspezifische Lösungen für Trinkwasser, Prozesswasser, Reinstwasser und Abwasser für Privathaushalte, Hotels, Industrie und Kommunen an. Mit ihrem dritten Geschäftsbereich Fuel Cell Membrane Technologies positioniert sich die BWT als Lieferant innovativer hochleistungsfähiger Membranen für Brennstoffzellen.

Alle Grundtechnologien für die Wasseraufbereitung, Filter, Enthärter, Dosierer, Desinfektionstechniken wie UV- und Ozonanlagen gehören ebenso zum Produktionsprogramm der BWT-Gruppe wie ionenselektive Membranen, Elektrodeionisation (EDI), Ionenaustauscher, Membrananlagen (Umkehrosmose, Nanofiltration, Mikrofiltration, Ultrafiltration) sowie die innovative AQA total Energy-Technologie – die erste Technik weltweit, die in der Trinkwasseraufbereitung Vitalität, Kalkschutz und Korrosionsschutz optimal in einem Gerät vereint.

Die BWT-Gruppe ist heute flächendeckend in Europa mit eigenen Tochter- und Beteiligungs-gesellschaften präsent. In Asien wurden in den letzten Jahren verstärkt Tochtergesellschaften für die lokale Marktbearbeitung gegründet bzw. durch Akquisitionen erworben. BWT-Vertriebstöchter sind auch in Nord- und Südamerika sowie in Südafrika tätig.

Aufbauend auf unserer soliden europäischen Marktposition arbeitet das Unternehmen konsequent an der Realisierung der Vision:

BWT – die international führende Wassertechnologie-Gruppe

 
 > Presse > Pressemeldungen